Stellenanzeigen, die Kandidatinnen und Kandidaten wirklich lesen
In vielen Nachrichten aus der Marketingbranche dreht sich Personalmarketing um Reichweite. Reichweite hilft wenig, wenn die Anzeige nach dem ersten Absatz dieselben Versprechen wiederholt, die jedes andere Unternehmen auch macht. Bewerbende in Deutschland scannen nach Schichtmodell, Entscheidungsraum, Teamgröße und nach dem, was im Vorstellungsgespräch ohnehin kommt.
Was oft fehlt
Konkrete Arbeitsorte statt „deutschlandweit möglich“, ohne zu sagen, welcher Standort die Stelle trägt. Angaben zu Bereitschaftsdiensten, die erst im Zweitgespräch auftauchen. Benefits-Listen ohne Geltungsbereich — etwa Weiterbildung, die nur für tariflich Beschäftigte gilt.
Was wir in Audits empfehlen
Pro Rollenfamilie ein Absatz zur typischen Woche. Ein Satz zur Führungsspanne. Eine ehrliche Zeile zu dem, was die Stelle nicht bietet — etwa fehlendes Homeoffice in der Produktion. Diese Klarheit verkürzt Absagen nach dem Kennenlernen und stärkt die Arbeitgebermarke langfristig.
Wenn Sie bestehende Anzeigen gegen den Alltag prüfen lassen möchten, ist das Arbeitgebermarken-Audit der übliche Einstieg.